april, 2019

16apr(apr 16)19:00(apr 16)19:00Die 3 schönsten Sachen der Welt

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Event Details

Die 3 schönsten Sachen der Welt
Vortrag über 3 verschiedene Arten Sex zu erleben
von Christopher Gottwald (Sexological Bodyworker, Somatic Sex Educator)

 

Warum stehen die einen auf Blümchensex, andere auf Rollenspiele und wieder andere auf Porno?
Warum haben manche Menschen Fantasien, die ihnen selber nicht gefallen?
Warum fühlen sich manche häufig so getrieben von der Gier?
Warum lässt die Lust nach der ersten aufregenden Zeit in einer Beziehung manchmal nach?
Und was kannst du tun, wenn du daran etwas ändern willst?

An diesem Abend begeben wir uns auf die Suche nach Antworten auf diese Fragen. Dabei ist die Idee von der Unterteilung der Sexualität in 3 verschiedene Bereiche lediglich ein Hilfskonstrukt, das mehr Verständnis für uns und andere schaffen soll und dabei ein tieferes Einlassen in Intimität ermöglicht. Es handelt sich um „Fantasiesex“, „Spürsex“ und „Verbundenheitssex“.

Möglicherweise erkennst du, welche „Disziplin“ dir besonders liegt und wo du dich noch weiter entwickeln möchtest. Vielleicht erhältst du neue erotische Impulse für eine bestehende Beziehung. Oder du bekommst Lust, Methoden wie „Orgasmic Yoga“, „Bodymapping“ oder „Genitalmeditation“ auszuprobieren, um mehr über dich oder jemand anderes herauszufinden. In jedem Fall gibt der Vortrag Gelegenheit, uns mit Sexualität ehrlich, offen und bewusst auseinander zu setzen.

 

Wie unterscheiden sich die 3 Arten Sex?

Ausgehend von David Schnarchs Idee über die 3 „Dimensionen des inneren Erlebens“ beim Sex (aus dem Buch „Die Psychologie sexueller Leidenschaft“), habe ich diese Unterteilung in meinem Privatleben und meiner Arbeit als Sexological Bodyworker erforscht und weiter entwickelt:

1. Fantasiesex: Der Fantasiesex lebt hauptsächlich von den inneren Bildern, aus denen wir unsere Erregung ziehen. Sicher kennst du das: du denkst an eine aufregende Stellung, eine prickelnde Situation oder einen ganz bestimmen Typen Mensch und schon schießt die Energie in den Unterleib. Oft ist das Aussehen der anderen Person sehr entscheidend, denn sie sollte meinem inneren Bild möglichst ähnlich sein. Rollenspiele, Macht- oder Unterwerfungsvorstellungen oder Fetische gehören in diesen Bereich und die Pornoindustrie lebt davon. Dabei bestimmt unser unterbewusstes „Erotisches Kernthema“ (siehe Jack Morin „Erotische Intelligenz“), welche Fantasien wir haben und wie sie aussehen. Doch dieses ist oft nicht so, wie wir es gerne hätten…

2. Spürsex: Beim Spürsex geht es, wie der Name schon sagt, ums reine Spüren: eine*r liegt da, schließt die Augen, lässt sich berühren und entdeckt dabei die eigene innere Welt. Hier ist es nicht so wichtig, wer das tut, sie*er muss nur besonders „gut“ berühren: die erogenen Zonen bespielen, den richtigen Druck erahnen, überraschende Wechsel vollziehen oder immer gleichbleibend streicheln. Bei der Tantramassage geht es genau darum: Erregung aus der Berührung zu ziehen. Es geht um die Erweckung aller Sinne, während die Fantasien draußen bleiben. Selbst beim Geschlechtsakt können sich beide auf sich selbst und das reine Spüren konzentrieren und in eine tiefe Trance abtauchen.

3. Verbundenheitssex: Beim Verbundenheitssex sehen wir uns in die Augen, atmen miteinander, spüren vielleicht gemeinsame Energien und nehmen genau wahr, was passiert. Es geht um die Verschmelzung mit genau diesem Menschen. Erregung und Orgasmen sind eher zweitrangig und wenn, dann passieren sie spontan und im ganzen Körper. Slow Sex ist Verbundenheitssex in Reinform.

Es ist schade, dass wir immer wieder denken, dass wir mit einer dieser Formen die Wahrheit gefunden hätten und alles andere sei falsch, schmutzig oder gar böse. Keine dieser drei Arten ist schlechter oder besser, jede hat ihre Schönheit und Besonderheit und ich empfehle, sie alle ausgiebigst zu erforschen. Entscheidend ist, dass alle Beteiligten mit vollem Bewusstsein und freiwillig dabei sind UND sich möglichst auf eine Art Sex einigen. Denn was passiert, wenn eine*r Verbundenheitssex will und ein*e andere*r Fantasiesex? Dann wird’s schwierig…

Termin

16.04 19:00 - 16.04 22:00

Location

Schwelle Wien, Tellgasse 25, 1150 Wien

Infos

Der Vortrag ist Auftakt für den Playshop „Liebe Machen“ vom 17.04. bis 21.04.2018.

Zeit: Donnerstag, 16.04, 19 bis 22 Uhr
Kosten: 23€ (18€ ermäßigt für Wenigverdienende/Studierende)
Ort: Schwelle Wien, Tellgasse 25, 1150 Wien
Fragen: gutentag@christopher-gottwald.de
Mehr zu Christopher: www.christopher-gottwald.de

Organizer

  • Christopher Gottwald

    Christopher Gottwald

    Christopher Gottwald (46 Jahre, Vater von 3 Kindern) hat nach dem Schauspielstudium 15 Jahre als Darsteller und Regisseur am Theater gearbeitet bis er vor 5 Jahren begann, in Berlin und anderen deutschsprachigen Städten Vorträge und Workshops zu Polyamorie, Intimität und Sexualität zu halten. Er hat Veranstaltungen ins Leben gerufen wie „Herzrunde“, „Liebe tanzen“, „free jam“, „Sexy Games“, u.a. Als Sexological Bodyworker und Somatic Sex Educator gibt er Sitzungen mit Gespräch und Körperarbeit, um Menschen in der Entwicklung ihrer Sexualität zu begleiten. „Seit 15 Jahren lebe ich in Mehrfachbeziehungen und beschäftige mich mit Tantra, BDSM und bewusster Sexualität. Als Schauspieler, Contact-Improvisationstänzer und Sexological Bodyworker genieße ich bewusste körperliche Arbeit mit Bewegung, Berührung und Begegnung: Was passiert, wenn wir ehrlich zueinander sind? Wenn wir Impulse zeigen und Grenzen setzen? Und wenn Gefühle und Sexualität Kräfte sind, deren wir uns bewusst sind und die wir nutzen… Es geht mir darum mit all diesen Themen offen und ehrlich umzugehen, mit Neugier die eigenen Gefühle und die der anderen anzunehmen um so miteinander Freiheit und Verbundenheit zu erleben und in Liebe durchs Leben zu tanzen. Ich will eintauchen in etwas, das größer ist als die Summe von uns allen.“ Webseite www.christopher-gottwald.de Kontaktinfo Christopher Gottwald Vorträge, Workshops, Gesprächsrunden, Beratung zu Polyamorie Sexological Bodyworker und Somatic Sex Educator Medienbeauftragter des PAN e.V. Ebersstr. 11A D –10827 Berlin – Schöneberg email: gutentag@christopher-gottwald facebook: christopher gottwald – polyamorie facebook: sexological bodywork – christopher gottwald

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